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20.Mai 2017
Kein Gewitter, zumindest nicht über meinem Nachtlager. Lediglich ein
dumpfes Donnergrollen in der Ferne war zu hören. Die erste Nacht im Zelt
war allerdings gewöhnungsbedürftig. Sozusagen ein Kaltstart vom
gemütlichen Bett Zuhause auf meine Daunen-Isomatte im Hilleberg. Was
soll´s, das wird schon. Beim Packen kommt die Routine zurück, alles hat
seinen Platz. Auch Wanda scheint sich zu erinnern und macht brav mit.
Prächtiges Wetter, auf Richtung Norden. In Lütjenburg erwartet uns eine
besondere Herausforderung: Die Mühlentreppe. Eigentlich breit genug,
aber halt mit vielen Stufen bis nach ganz oben. Und was soll ich sagen?
Wanda wollte nicht, gar nicht. Naja, sollte ja auch nur ein Versuch
sein. Lütjenburg ist mit seinem sehr schönen Kleinstadtbild wirklich
eine Reise wert. Sicherlich ein Highlight auf der Tour ist die
Turmhügelburg im Nienthal von Lütjenburg. Hier befindet sich das
Mittelaltermuseum Schleswig-Holsteins. Bereits in der Ferne ragt der
imposante Turm der Burg vor uns im Gelände empor und zieht mich magisch
an. Zu meinem Glück findet gerade "mittelalterliches Leben" in der
Burganlage statt. Im weiteren Streckenverlauf statten Wanda und ich dem
Gut Panker einen Besuch ab. Das 500 Jahre alte Gut ist eine Guts- bzw.
Dorfgemeinschaft im Besitz der Adelsfamilie von Hessen. Im
Gourmetrestaurant "Ole Liese"gönne ich mir einen leckeren "adligen"
Rhabarberkuchen. Am Eingang in das Gebäude schmunzle ich über den
Wahlspruch: " In de ole Liese, hier geiht dat na de ole Liese, de Wert
de süpt das Beste, segt prost, mien lieven Gäste". Wanda wartet derweil
im Park und grast im Schatten einer Eiche. Auf Panker könnte ich die
Nacht verbringen. Es ist allerdings noch früh am Tag, ich fühle mich fit
und der Weg bis nach Futterkamp ist nicht sehr weit. Dort bin ich
eigentlich erst für Sonntag zum "Tag der offenen Tür" im Lehr- und
Versuchszentrum angemeldet. Ein kurzes Telefonat bringt grünes Licht und
wir machen uns auf den Weg ...


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